DGE-Empfehlungen (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

Alternative zu Diättrends, Influencern und Ernährungstipps, die von Lebensmittelmarken bezahlt werden

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Beschreibung

Die DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ sind die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die seit 2024 neben der Gesundheit auch die Umwelt berücksichtigen und höchstens 300 g Fleisch und Wurst pro Woche vorsehen.

Die DGE ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Fachgesellschaft in Bonn, 1953 gegründet und gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Die Empfehlungen von 2024 wurden mit einem mathematischen Optimierungsmodell berechnet, das Nährstoffbedarf, Gesundheit, Umweltwirkungen und die üblichen Essgewohnheiten in Deutschland abwägt. Sie gelten für gesunde Erwachsene von 18 bis 65 Jahren und nennen Orientierungswerte: täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, fünf Portionen Getreideprodukte, davon mindestens ein Drittel Vollkorn, eine kleine Handvoll Nüsse (25 g), einmal pro Woche Hülsenfrüchte, ein- bis zweimal Fisch, täglich zwei Portionen Milchprodukte und etwa 1,5 Liter zu trinken, vor allem Wasser. Alkohol wird in keiner Menge empfohlen. Mehr als drei Viertel des Essens sollen pflanzlich sein.

Früher waren 300 bis 600 g Fleisch pro Woche vorgesehen. ProVeg nannte die neue Grenze ein Zugeständnis an die Fleischlobby, Milch- und Agrarverbände kritisierten dagegen die geringere Milchmenge. Empfehlungen, DGE-Ernährungskreis, Infoblätter und Wochenpläne sind kostenlos auf der Website, ohne Werbung.

Stärken

  • Die Mengen sind konkret, etwa 300 g Fleisch und Wurst pro Woche oder 25 g Nüsse am Tag, und leicht mit der eigenen Woche zu vergleichen.
  • Zum ersten Mal werden Umweltwirkungen neben der Gesundheit berücksichtigt, mit einem veröffentlichten Optimierungsmodell.
  • Empfehlungen, Infoblätter und Wochenpläne sind kostenlos und werbefrei auf der DGE-Website.

Schwächen

  • Sie gelten für gesunde Erwachsene von 18 bis 65, Kinder, Ältere und Kranke brauchen andere Ratschläge.
  • Sie werden von beiden Seiten kritisiert: von ProVeg als zu nachsichtig beim Fleisch, von Agrar- und Milchverbänden als zu streng bei Milchprodukten.
  • Die DGE wird vom Bundesministerium gefördert, und die gelesenen Seiten nennen keine Regeln zu Interessenkonflikten.

Für wen

Erwachsene in Deutschland, die eine verlässliche Orientierung wollen, wie viel Fleisch, Milchprodukte, Getreide und Gemüse in eine Woche gehören, und genug von widersprüchlichen Diättipps haben.

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