Beschreibung
Der Unverpackt Verband (Unverpackt e.V.) ist der Verband der deutschen Unverpackt-Läden, in denen man Trockenwaren, Öle, Putzmittel und Kosmetik in eigene Gläser, Beutel und Flaschen füllt und genau die Menge kauft, die man braucht. Seine Website hat eine Karte der Mitgliedsläden. Diese Läden sind eine Alternative zu Supermarkteinkäufen in Plastikverpackung.
Seit 2018 vertritt der Verband die Interessen seiner Mitgliedsläden und der Unverpackt-Branche. Er nennt mehr als 330 Mitglieder, Läden und Marktwagen, und mehr als 100 Fördermitglieder, die ab 5 € im Monat beitreten können. Mit Forschungsprojekten erarbeitet er Leitfäden zu Hygiene und Kennzeichnung bei loser Ware und zur Vermeidung von Plastikverpackungen, und im Juli 2026 gründete die Branche eine Einkaufsgenossenschaft, um bei Lieferanten bessere Preise zu bekommen.
Die Branche ist stark geschrumpft. Nach Zahlen des Verbands, die in der Presse zitiert werden, gab es Ende 2020 mehr als 330 Unverpackt-Läden in Deutschland, Anfang 2022 mit etwa 340 einen Höchststand; im April 2025 waren es nur noch 169. Allein 2022 schlossen 70 Läden und 44 öffneten neu. Selbst der Geschäftsführer des Verbands schloss 2023 seinen eigenen Laden in Dresden.
Stärken
- Keine Verpackung und weniger Lebensmittelverschwendung: Man kauft genau, was man braucht.
- Überwiegend Bio- und regionale Produkte, in kleinen Läden vor Ort statt in Ketten.
- Eine 2026 gegründete Einkaufsgenossenschaft soll den verbliebenen Läden beim Überleben helfen.
Schwächen
- Oft teurer als im Supermarkt, und man muss eigene Behälter mitbringen.
- Etwa die Hälfte der Läden hat seit 2022 geschlossen, daher kann die Karte Läden zeigen, die es nicht mehr gibt.
Für wen
Haushalte in deutschen Städten mit einem Unverpackt-Laden, die weniger Verpackungsmüll wollen und ihre Einkäufe mit Gläsern und Beuteln planen können.



