Beschreibung
Zero Waste France ist ein unabhängiger französischer Verein, der sich für weniger Abfall an der Quelle einsetzt: Er veröffentlicht praktische Leitfäden für Haushalte, Schulen und Kommunen, recherchiert zur Verpackungs- und Abfallindustrie und kämpft gegen Einwegplastik, Müllverbrennung und Fast Fashion. Er ist eine Alternative zu den Ratschlägen der Verpackungsindustrie, nach denen Trennen und Recyceln genügt.
Gegründet wurde er 1997 als Centre national d’information indépendante sur les déchets (Cniid), das zuerst vor den Dioxinen aus Müllverbrennungsanlagen warnte; 2014 nahm er den Namen Zero Waste France an. Er hat ein Team von 13 Leuten und fast 80 lokale Gruppen in Frankreich und den Überseegebieten mit rund 650 aktiven Ehrenamtlichen. Wer spendet, wird automatisch Mitglied und stimmt in der Mitgliederversammlung ab; Mitglied werden können nur Bürger und Umweltvereine. Er ist Gründungsmitglied von Zero Waste Europe und Mitglied des Europäischen Umweltbüros und des Réseau Action Climat.
2025 machten Spenden mehr als die Hälfte des Budgets aus, und 73 % der Mittel flossen in Kampagnen und Aufgaben; die Abschlüsse werden jährlich geprüft. Für konkrete Projekte erhält er auch öffentliche Zuschüsse, vor allem von der Umweltagentur ADEME und dem Umweltministerium, und seine Satzung verbietet Geld von Organisationen, deren Interessen seinem Zweck widersprechen, etwa von Abfallunternehmen. Seine Leitfäden behandeln Kompostieren, Lebensmittelverschwendung, Zero-Waste-Menstruation und die Challenge „Rien de neuf“ (nichts Neues kaufen), und er war an der Gründung des Netzwerks Réseau Vrac et Réemploi beteiligt.
Stärken
- Klare, praktische Leitfäden, um weniger wegzuwerfen statt nur besser zu trennen: Kompost, Lebensmittelverschwendung, nichts Neues kaufen.
- Unabhängig von der Abfallindustrie, überwiegend aus Spenden finanziert, mit geprüften Abschlüssen.
- Fast 80 lokale Gruppen in Frankreich, die Workshops und lokale Kampagnen organisieren.
Schwächen
- Überwiegend auf Französisch und auf französisches Recht und französische Politik ausgerichtet.
- Ein großer Teil der Arbeit ist politische Lobbyarbeit und Berichte statt praktischer Hilfe für Haushalte.
- Er erhält auch öffentliche Zuschüsse von ADEME und Ministerium, wenn auch nur für konkrete Projekte.
Für wen
Haushalte, Schulen und Kommunen in Frankreich, die weniger Abfall erzeugen wollen, und Bürger, die sich für Gesetze gegen Einwegplastik einsetzen möchten.



