Beschreibung
Viva con Agua ist ein Hamburger Verein für Trinkwasser und Sanitärversorgung, der auch eine eigene Mineralwassermarke hat. Sie wird in deutschen Supermärkten verkauft, und ihre Lizenzgebühren und Gewinne finanzieren die Projekte.
Der Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. wurde 2006 gegründet. Das Mineralwasser gehört der Viva con Agua Wasser GmbH, die die Marke an Abfüller wie den Husumer Mineralbrunnen im Norden und die Fürstlich Bissinger Auerquelle im Süden lizenziert. Ihre Gewinne gehen an die Gesellschafter: 2024 schüttete sie 1,1 Millionen Euro für 2023 aus, 20 % an den Verein, 40 % an die Viva con Agua Stiftung und 40 % an einen dritten Partner. Zusätzlich erhält die Stiftung eine Lizenzgebühr pro verkaufter Flasche. 2023 zählte die GmbH 38,6 Millionen Füllungen.
2024 gab der Verein mehr als 2 Millionen Euro an Projekte für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene, vor allem in Ostafrika und Asien, und baute oder sanierte mehr als 40 Wassersysteme. Etwa 29 % seiner Ausgaben flossen in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Mehr als 4.800 Menschen unterstützen ihn mit einer monatlichen Spende, und Ehrenamtliche sammeln auf Konzerten und Festivals Becher und betreuen Stände.
Stärken
- Wer dieses Wasser kauft, verschiebt Geld von der Marge eines Abfüllers zu einem Verein, über Lizenzgebühren und ausgeschüttete Gewinne.
- Der Verein veröffentlicht Jahresberichte, seine Anteile an jeder Gesellschaft und die Aufteilung seiner Ausgaben.
- Das Wasser wird an Quellen in Nord- und Süddeutschland abgefüllt, nicht importiert.
Schwächen
- Flaschenwasser bleibt fürs Klima viel schlechter als Leitungswasser, worüber sich Jan Böhmermann lustig gemacht hat.
- Wie viel jede Flasche einbringt, wird nicht veröffentlicht, nur die Jahressummen.
- Etwa 29 % der Ausgaben des Vereins flossen 2024 in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit.
Für wen
Menschen in Deutschland, die ohnehin Flaschenwasser kaufen, im Büro, unterwegs oder bei Veranstaltungen, und wollen, dass die Marge an Wasserprojekte geht.



