Beschreibung
Der Krankenkassenvergleich der Stiftung Warentest ist eine Datenbank mit den Beitragssätzen und Zusatzleistungen von 67 gesetzlichen Krankenkassen, bei denen zusammen etwa 97 % der Beitragszahlenden versichert sind. Die Stiftung dahinter verkauft keine Anzeigen und bekommt keine Provision, wenn jemand die Kasse wechselt.
Die Stiftung Warentest ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts, 1964 vom Bundestag gegründet. Ihre Satzung verbietet Einnahmen aus Werbung, und seit 2024 erhält sie kein Geld mehr vom Staat. Von ihren 70 Millionen Euro Einnahmen 2025 stammten rund drei Viertel aus dem Verkauf von Zeitschriften, test.de und Büchern, 9,4 % aus Lizenzen für das Testlogo.
Der Vergleich zeigt die geöffneten Kassen nach Bundesland und bewertet sechs Zusatzleistungen auf einer fünfstufigen Skala: professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Reiseimpfungen, alternative Arzneimittel, sportmedizinische Untersuchung und Gesundheitskurse. Er zeigt auch die Rücklagen jeder Kasse. Die Redaktion schreibt jeden Monat alle Kassen an und aktualisiert die Daten, wenn sich Beiträge oder Leistungen ändern. Einen Testsieger gibt es nicht: Nach Schätzung der Stiftung sind etwa 95 % der medizinischen Leistungen bei allen Kassen gleich. Ihr Beispiel: Wer 3.000 € brutto im Monat verdient, spart rund 400 € im Jahr, wenn er von einer teuren bundesweiten Kasse zu einer günstigen wechselt. Artikel und Methode sind frei lesbar; die vollständige Tabelle kostet 4,90 € oder ist in der test.de-Flatrate enthalten (Stand November 2026).
Stärken
- Vergleicht neben dem Beitrag sechs Zusatzleistungen, die die offizielle Kassenliste nicht zeigt.
- Keine Werbung, keine Provision für Wechsel und kein Testsieger, der eine Kasse nach vorn schiebt.
- Alle Kassen werden jeden Monat angefragt, und Korrekturen werden offen in den Leserkommentaren beantwortet.
Schwächen
- Die vollständigen Ergebnisse kosten 4,90 € oder ein test.de-Abo.
- Fünf geöffnete Kassen fehlen, nur sechs Zusatzleistungen werden bewertet, Bonusprogramme gar nicht.
- Kassen können Zusatzleistungen kurzfristig streichen, und eine geplante Reform könnte die Erstattung von Homöopathie und anthroposophischer Medizin beenden.
Für wen
Gesetzlich Versicherte, die Extras wie Zahnreinigung oder Osteopathie nutzen und sie vor einem Wechsel gegen einen höheren Zusatzbeitrag abwägen wollen.



