Beschreibung
Camif ist ein französischer Onlineshop für Möbel und Wohnen, der nur in Europa hergestellte Produkte verkauft, nach eigenen Angaben zu 70 % aus Frankreich, und auf jeder Produktseite das Herstellungsland nennt.
Camif entstand 1947 als Genossenschaft, die Lehrerinnen und Lehrern half, ihre Wohnung einzurichten, ging 2008 in Konkurs und wurde 2009 von Emery Jacquillat als Onlineshop neu gestartet. 2020 wurde es eines der ersten französischen „entreprises à mission“: Dieser Status schreibt einen sozialen und ökologischen Unternehmenszweck in die Satzung und verlangt jedes Jahr einen Bericht dazu. Die Versicherungsvereine MAIF und MGEN sind heute Mehrheitsaktionäre. Seit 2021 verkauft Camif keine außerhalb Europas hergestellten Produkte mehr, und 2017 boykottierte es als erster französischer Onlinehändler den Black Friday.
Das Sortiment umfasst Sofas, Betten und Matratzen, Tische, Stauraum und Deko. Im November 2026 kostete ein Ausziehbett aus Massivholz 509 € und ein in Frankreich gefertigtes Schlafsofa rund 1.700 €. Die Lieferung an eine Abholstelle beginnt bei 3,90 €, nach Hause bei 9,90 €, und ein altes Sofa, eine alte Matratze oder ein altes Möbelstück wird bei der Lieferung kostenlos mitgenommen.
Stärken
- Jede Produktseite nennt das Herstellungsland, und ein Filter zeigt nur in Frankreich hergestellte Artikel.
- Zum Status als „entreprise à mission“ gehört ein jährlich veröffentlichter Bericht, und das Unternehmen gehört zwei französischen Versicherungsvereinen.
- Alte Möbel, Sofas und Matratzen werden bei der Lieferung kostenlos mitgenommen, zu den Bedingungen auf der Lieferseite.
Schwächen
- Die Preise liegen deutlich über IKEA, und manche günstigere Artikel sind furniert oder in Holzdekor statt Massivholz.
- Die 70 % „made in France“ sind Camifs eigene Angabe, eine unabhängige Prüfung wurde nicht gefunden.
- Gebrauchtware, Miete oder Reparatur gibt es nicht, Camif verkauft also vor allem neue Möbel.
Für wen
Haushalte in Frankreich, die neue Möbel kaufen, wissen wollen, wo sie hergestellt wurden, und dafür mehr zahlen als bei einer Möbelkette.



