Beschreibung
Bingenheimer Saatgut ist ein deutsches Saatgutunternehmen, das nur samenfestes, ökologisch vermehrtes Saatgut von Gemüse, Kräutern und Blumen verkauft, für Hobbygärtner wie für den Erwerbsanbau. Pflanzen aus diesem Saatgut bleiben sortenecht: Man kann eigenes Saatgut gewinnen und im nächsten Jahr wieder aussäen, was mit Hybriden nicht funktioniert.
Es entstand aus einer Gruppe biologisch-dynamisch arbeitender Landwirte und Gärtner, die Mitte der 1980er-Jahre begannen, ihr eigenes Saatgut zu vermehren, und 1988 in der Gemeinschaft Bingenheim in der hessischen Wetterau einen Ort einrichteten, um es zu prüfen, aufzubereiten und zu versenden. Das Unternehmen wurde 2001 als Aktiengesellschaft mit Sitz in Echzell gegründet. Seine Namensaktien werden nur an Käufer ausgegeben, die seine Ziele teilen, und die Software AG Stiftung hält etwa 40 % davon.
Das Sortiment umfasst mehr als 500 Sorten, alle auf rund 90 ökologisch wirtschaftenden Partnerhöfen vermehrt, die meisten bei Demeter oder Bioland. Mehr als 120 Sorten stammen aus biologisch-dynamischer Züchtung, viele davon vom Verein Kultursaat, gegründet 1994. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Eine Portionstüte kostet in der Preisliste 2025 etwa 3 € netto, und ab 45 € ist der Versand kostenlos (Katalog 2025/26).
Stärken
- Alle Sorten sind samenfest, sodass man Jahr für Jahr eigenes Saatgut nehmen kann.
- Das gesamte Saatgut wird ökologisch vermehrt, meist auf Demeter- oder Bioland-Höfen, aus Sorten, die für den Bio-Anbau gezüchtet wurden.
- Namensaktien gehen nur an Menschen, die die Ziele des Unternehmens unterstützen, und eine Stiftung hält etwa 40 % davon.
Schwächen
- Die Tüten kosten mehr als Saatgut aus dem Supermarkt, und unter 45 € Bestellwert zahlt man Versand.
- Beliebte Sorten können früh in der Saison ausverkauft sein.
Für wen
Hobby- und Erwerbsgärtner, die ökologisch anbauen und Sorten wollen, die sie selbst vermehren können, von einem Unternehmen, das Menschen gehört, die seine Ziele teilen.



