Vinted

Alternative zum Neukauf von Kleidung bei Fast-Fashion-Ketten

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Beschreibung

Vinted ist eine Website und App, auf der Privatleute Gebrauchtes verkaufen: vor allem Kleidung, aber auch Schuhe, Kindersachen, Bücher, Wohnaccessoires und Elektronik, meist weit unter dem Neupreis. Verkaufen ist für Privatleute kostenlos. Vinted ist eine Alternative zum Kauf neuer Kleidung bei Fast-Fashion-Ketten.

Milda Mitkutė und Justas Janauskas gründeten es 2008 in Vilnius, Litauen. Heute ist Thomas Plantenga CEO, zu den Investoren gehören Accel, EQT Growth, Lightspeed und Burda Principal Investments; im April 2026 bewertete ein Anteilsverkauf das Unternehmen mit 8 Milliarden Euro. 2025 erzielte es 1,1 Milliarden Euro Umsatz und 62 Millionen Euro Nettogewinn bei mehr als 2.200 Beschäftigten und ist in über 26 Märkten aktiv, vor allem in Europa. Der Käufer zahlt den Preis, den Versand und eine Käuferschutzgebühr von etwa 0,70 € plus 5 % (Oktober 2026), die verlorene, beschädigte oder falsch beschriebene Pakete abdeckt.

Vinted gibt an, seine Mitglieder hätten 2025 1,6 Millionen Tonnen CO₂e vermieden, weil 76 % der Bestellungen einen Neukauf ersetzten; das sind eigene, modellierte Zahlen, und 94 % der eigenen Emissionen stammen aus dem Versand. Im Juli 2024 verhängte die litauische Datenschutzbehörde eine Strafe von rund 2,4 Millionen Euro wegen des Umgangs mit personenbezogenen Daten der Nutzer. Die schwedische Polizei meldete Anfang 2024 rund 300 Betrugsfälle, und eine Channel-4-Dokumentation 2024 äußerte Bedenken zur Sicherheit von Kindern auf der Plattform.

Stärken

  • Gebrauchte Kleidung zu sehr niedrigen Preisen, und kostenloses Verkaufen für Privatleute.
  • Riesige Auswahl, besonders bei kaum getragener Kinderkleidung.
  • Der Käuferschutz deckt verlorene, beschädigte oder nicht wie beschrieben gelieferte Pakete ab.

Schwächen

  • Bei sehr günstigen Artikeln fallen Käuferschutzgebühr und Versand stark ins Gewicht.
  • Keine Anprobe, und Rückgabe nur, wenn der Verkäufer zustimmt.
  • Ein mit Risikokapital finanziertes Unternehmen, bestraft wegen Datenschutzverstößen, mit gemeldeten Betrugsfällen und Bedenken zum Kinderschutz.

Für wen

Eltern, die schnell wachsende Kinder einkleiden, und alle, die günstig gebrauchte Kleidung kaufen oder nicht mehr Getragenes weiterverkaufen wollen.

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