Sonett

Alternative zu herkömmlichen Wasch- und Putzmitteln großer Chemiekonzerne, auf Erdölbasis und in Einwegflaschen

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Beschreibung

Sonett ist ein deutscher Hersteller ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel, 1977 am Bodensee gegründet: Waschmittel, Spülmittel, Reiniger und Seifen auf Basis von Pflanzenseifen, Zuckertensiden und Mineralien wie Soda. Er ist eine Alternative zu konventionellen Waschmitteln großer Chemiekonzerne mit Inhaltsstoffen aus der Erdölchemie und Einwegflaschen.

Das Unternehmen ging aus der anthroposophischen Wasserforschung des Chemikers Johannes Schnorr hervor; 1992 übernahmen es Beate Oberdorfer und Gerhard Heid. Sonett hat keine privaten Eigentümer: Einzige Gesellschafterin ist die gemeinnützige Stiftung Sonett, deren Satzung Verkauf und Vererbung des Unternehmens ausschließt. Gewinne bleiben im Unternehmen oder gehen an die Stiftung, die ökologische Landwirtschaft, Saatgutforschung und Alternativen zu Tierversuchen fördert. Manche Produkte werden in einer nahen Werkstatt für Menschen mit Behinderung abgefüllt und etikettiert.

Sonett gibt an, seine Produkte enthielten keine Rohstoffe aus der Erdölchemie und keine Enzyme und seien vollständig biologisch abbaubar; sein Label NCP legt die Kriterien fest, die Firma EcoControl kontrolliert sie. Es trägt für die meisten Produkte das Label der Vegan Society und seit 2015 das CSE-Zertifikat für nachhaltiges Wirtschaften und lehnt das EU-Ecolabel ab, weil es nach seiner Darstellung synthetische Duftstoffe und optische Aufheller erlaubt. Sein Produktionswasser durchläuft eine Verwirbelungsanlage mit Edelsteinen, die das Wasser laut Unternehmen verbessert, ohne dass eine Studie genannt wird. Verkauft wird in Bioläden in mehr als 40 Ländern; mehr als 250 Läden füllen die Produkte aus Mehrwegkanistern ab.

Stärken

  • Pflanzenseifen, Zuckertenside und Mineralien, ohne Erdölchemie und synthetische Duftstoffe.
  • Im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung: Das Unternehmen kann nicht verkauft werden, und die Gewinne fördern Bio- und Forschungsprojekte.
  • Nachfüllen aus Mehrwegkanistern in mehr als 250 Bioläden, mit einem Nachfüllpass, der nach zehn Füllungen einen Liter schenkt.

Schwächen

  • Die biologische Abbaubarkeit wird nach Sonetts eigenem Labelsystem geprüft, nicht über ein öffentliches Umweltzeichen oder einen veröffentlichten Test.
  • Anthroposophische Verfahren wie die Wasserverwirbelung mit Edelsteinen werden ohne wissenschaftlichen Beleg als Qualitätsmerkmal dargestellt.
  • Teurer als Supermarktmarken und meist nur im Bioladen erhältlich.

Für wen

Haushalte, die Wasch- und Reinigungsmittel ohne Erdölchemie wollen, im Bioladen einkaufen können und ihre Flaschen gern nachfüllen.

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