Slow Food Genussführer

Alternative zu gesponserten Restaurantführern und Sterne-Rankings

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Beschreibung

Der Slow Food Genussführer ist ein deutscher Restaurantführer mit rund 450 Adressen, ausgewählt von Slow-Food-Ehrenamtlichen für regionale, saisonale Küche ohne Convenience-Produkte, als Buch und App; die Ausgabe 2027/28 erschien im September 2026.

Er erscheint seit 2013 und wird von Slow Food Deutschland e.V. herausgegeben, dem 1992 gegründeten Berliner Verein, der ersten nationalen Sektion außerhalb Italiens, mit rund 12.700 Mitgliedern in über 85 Convivien. Siebzig lokale Testgruppen mit über 500 Testerinnen und Testern besuchen und wählen die Restaurants aus, strikt ehrenamtlich und ohne Spesenbudget, koordiniert von einer Genussführer-Kommission. Die Kriterien lauten „gut, sauber, fair“ und „regional, saisonal, authentisch, transparent“; Sterne- und Luxusküche bleibt außen vor, ebenso Küchen mit Geschmacksverstärkern oder Convenience-Produkten. Aufgenommene Restaurants bekommen die rote Schnecke, und die Gruppen prüfen sie jedes Jahr neu.

Die Druckausgabe erscheint im oekom Verlag, dazu gibt es eine Abo-App für Android und iPhone mit Monats-, Quartals- oder Jahresabo. Die gelesene Seite nennt für beides keine Preise.

Stärken

  • Die Restaurants wählen unbezahlte Ehrenamtliche vor Ort ohne Spesenbudget aus, die Restaurants zahlen nicht für den Eintrag.
  • Die Kriterien bevorzugen regionale, saisonale Küche und schließen Convenience-Produkte und Geschmacksverstärker aus.
  • Jedes aufgenommene Restaurant wird jährlich von seiner Gruppe neu geprüft.

Schwächen

  • Buch und App kosten Geld, und die Preise stehen nicht auf der Slow-Food-Seite.
  • Mit rund 450 Adressen für ganz Deutschland haben viele Orte kein aufgenommenes Restaurant.
  • Die Auswahl beruht auf dem Urteil der Testenden, und die genaue Checkliste ist auf der Seite nicht veröffentlicht.

Für wen

Menschen in Deutschland, die essen gehen oder reisen und Restaurants suchen, die mit regionalen Produkten ohne Fertigware kochen, ausgewählt von Leuten, die an der Auswahl nichts verdienen.

  • AMAP (Gemüsekisten vom Hof)

    Eine AMAP (association pour le maintien d’une agriculture paysanne) ist eine Gruppe von Haushalten in Frankreich, die einem nahen Hof einen Teil seiner Ernte für eine Saison im Voraus abkauft und…

  • MIRAMAP (AMAP)

    MIRAMAP ist das landesweite Netzwerk der französischen AMAP (associations pour le maintien d’une agriculture paysanne), Gruppen von Verbrauchern, die mit einem Hof in der Nähe einen Vertrag schließen…

  • foodsharing.de

    foodsharing.de ist eine kostenlose, werbefreie Plattform von Ehrenamtlichen in Deutschland, die überschüssige Lebensmittel bei Läden, Bäckereien und Restaurants abholen und geldfrei an alle verteilen…

  • CoopCycle

    CoopCycle ist ein Verbund von Fahrradkurier-Genossenschaften, vor allem in Frankreich und Spanien, aber auch in Deutschland, Großbritannien, Belgien, Italien, Mexiko und Kanada. Die Mitglieder…

  • Mediapart

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