Quartiermeister

Alternative zu Bier von großen Brauereikonzernen wie AB InBev, Heineken oder Radeberger

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Beschreibung

Quartiermeister ist eine Berliner Biermarke, die einer gemeinnützigen Stiftung gehört: Die Gewinne gehen an Projekte in der Nachbarschaft, über die in den Städten, in denen das Bier getrunken wird, öffentlich abgestimmt wird.

Die Marke gibt es seit 2010. Das Unternehmen, die Quartiermeister – korrekter Konsum GmbH, hat keine privaten Gesellschafter; seit 2021 hält die Quartiermeister Stiftung die Marke, erhält Lizenzgebühren und gibt sie an Projekte weiter. Ein Verein mit über 100 Ehrenamtlichen in Berlin, Leipzig, Dresden, Köln und München ist ihr „Parlament“: Er wählt aus den Bewerbungen jeder Ausschreibung vor, dann entscheidet eine Online-Abstimmung, mit bis zu 3.000 € pro Ausschreibung. Die Website nennt insgesamt über 330.000 € für mehr als 200 Projekte, ältere Presseberichte sprechen von 10 Cent pro Liter. Seit 2015 ist Quartiermeister Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie.

Gebraut wird im Lohnbrauverfahren von zwei unabhängigen Brauereien: der Stadtbrauerei Wittichenau in der Lausitz für den Norden, die auch die Biobiere braut, und der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting bei München für den Süden. Zu den acht Bieren gehören Bio-Pils, Bio-Helles, Bio-Weizen, Alkoholfreies und Naturradler. Quartiermeister nennt über 700 Bars, Restaurants und Biomärkte, vor allem in Berlin, Dresden, Leipzig und München, dazu lokale Getränkelieferdienste und einen Onlineshop mit Versand in ganz Deutschland.

Stärken

  • Die Stiftung hält die Marke, und das Unternehmen hat keine Gesellschafter, Gewinne können also nicht an Eigentümer ausgeschüttet werden.
  • Projekte bewerben sich in offenen Ausschreibungen und werden von Ehrenamtlichen und per öffentlicher Abstimmung ausgewählt, mit veröffentlichten Ergebnissen je Stadt.
  • Es wird von zwei unabhängigen mittelständischen Brauereien gebraut, eine davon eine Genossenschaft, und der Großteil des Sortiments ist bio-zertifiziert.

Schwächen

  • Die Projektzahlen unterscheiden sich zwischen den Seiten der Website, von über 200 bis über 230, und ein Betrag pro Flasche wird nicht mehr genannt.
  • Original Pils und Original Helles sind nicht bio, und die Flaschen fahren aus der Lausitz oder aus Bayern in die Bars anderer Städte.
  • Bei der Prüfung stammte die neueste Meldung von Dezember 2025, und weder die Verkaufsstellen- noch die Brauereiseite nennt Preise.

Für wen

Biertrinkende, Bars und Veranstalter in Berlin, Leipzig, Dresden oder München, die wollen, dass das Geld für ihren Kasten Projekte in ihrem eigenen Kiez fördert.

  • AMAP (Gemüsekisten vom Hof)

    Eine AMAP (association pour le maintien d’une agriculture paysanne) ist eine Gruppe von Haushalten in Frankreich, die einem nahen Hof einen Teil seiner Ernte für eine Saison im Voraus abkauft und…

  • foodsharing.de

    foodsharing.de ist eine kostenlose, werbefreie Plattform von Ehrenamtlichen in Deutschland, die überschüssige Lebensmittel bei Läden, Bäckereien und Restaurants abholen und geldfrei an alle verteilen…

  • Ethiquable

    Ethiquable ist eine französische Arbeitergenossenschaft (Scop) aus Fleurance im Gers, die Bio-Lebensmittel aus fairem Handel verkauft: Schokolade, Kaffee, Tee, Saft, Reis, Zucker, Gewürze und Snacks…

  • GEPA – The Fair Trade Company

    GEPA – The Fair Trade Company ist ein deutsches Fair-Handels-Unternehmen, gegründet 1975, mit Sitz in Wuppertal. Es verkauft Kaffee, Tee, Schokolade, Honig, Kakao, Zucker, Brotaufstriche und Handwerk…

  • VRAC (Bio-Sammelbestellungen)

    VRAC organisiert Sammelbestellungen von Bio-, Fairtrade- und regionalen Lebensmitteln in einkommensschwachen Vierteln Frankreichs und verkauft sie zum Selbstkostenpreis. Die Mitglieder bestellen und…