Posteo

Alternative zu kommerziellen amerikanischen E-Mail-Anbietern wie Gmail, Outlook oder Yahoo, die Ihre Nachrichten auswerten

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Beschreibung

Posteo ist ein unabhängiger E-Mail-Anbieter in Berlin: Für 1 € im Monat gibt es ein werbefreies Postfach mit Kalender und Adressbuch, finanziert nur von den Nutzern. Es ist eine Alternative zu Gmail, Outlook oder Yahoo, deren Gratis-Konten mit Werbung und Daten bezahlt werden.

Patrik und Sabrina Löhr gründeten Posteo 2009. Das Unternehmen, Posteo e.K., hat keine Investoren und keine Kredite und spricht von mehr als einer halben Million Kunden und einem Team von über 40 Leuten. Die Server laufen mit Ökostrom der Genossenschaft Green Planet Energy, die Konten liegen bei der GLS Bank und der Umweltbank. Für die Anmeldung braucht es keine persönlichen Daten, man kann bar bezahlen, und Zahlungsdaten werden nicht mit dem Konto verknüpft; laut Transparenzbericht erhielt Posteo 2025 85 Behördenanfragen und konnte keine Nutzerdaten herausgeben, weil es keine hat.

Für 1 € gibt es 4 GB Speicher (im Februar 2026 verdoppelt), drei Aliasadressen und drei Kalender; jedes zusätzliche GB kostet 0,25 € im Monat (Stand November 2026). Posteo verschlüsselt die Verbindungen, kann das ganze Postfach per Klick verschlüsseln und verschickt Mails nur über verschlüsselte Verbindungen, wenn diese Option aktiv ist. Es funktioniert mit jedem Mailprogramm über IMAP und POP3. Stiftung Warentest kürte es 2015, 2016 und im September 2026 zum Testsieger, zuletzt mit der Note 1,7. Eigene Domains sind nicht möglich: Adressen enden auf posteo.de, .net oder .com.

Stärken

  • Keine Werbung, keine Investoren, keine Kredite: Das Unternehmen lebt nur vom Euro im Monat seiner Kunden.
  • Anonyme Anmeldung und Barzahlung, daher gab es 2025 keine Nutzerdaten, die an Behörden gehen konnten.
  • Ökostrom von Green Planet Energy, und das Geld liegt bei GLS Bank und Umweltbank.

Schwächen

  • Es gibt keinen Gratis-Tarif, und mehr als 4 GB Speicher kosten extra.
  • Eigene Domains werden nicht unterstützt, ein Firmen- oder Familienname als Adresse geht also nicht.
  • Der Spamfilter lässt sich nicht abschalten, und die Verschlüsselung beim Eingang ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Für wen

Einzelpersonen und Familien, die von Gmail oder Outlook zu einem privaten Postfach wechseln wollen und dafür 12 € im Jahr zahlen. Kleine Firmen, die eine eigene Domain brauchen, müssen woanders suchen.

  • Ecosia

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