Oxfam Shops

Alternative zu Fast Fashion, neuen Büchern und Online-Gebrauchtplattformen, die an jedem Verkauf verdienen

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Beschreibung

Oxfam Shops sind Secondhand-Läden in Deutschland, die Oxfam mit rund 4.000 Ehrenamtlichen betreibt und in denen gespendete Kleidung, Bücher, Musik, Filme und Haushaltswaren verkauft werden. Ihre Überschüsse finanzieren die Entwicklungsarbeit und Nothilfe von Oxfam Deutschland; damit sind sie eine Alternative zu Fast Fashion, neuen Büchern und Secondhand-Plattformen, die an jedem Verkauf mitverdienen.

Der erste deutsche Shop öffnete 1985 in Bonn, nach britischem Vorbild: Der allererste Oxfam-Laden entstand 1948 in Oxford. Die Shops gehören der Oxfam Deutschland Shops gGmbH, einer gemeinnützigen Tochter, die zu 100 % dem Oxfam Deutschland e.V. gehört. Im Geschäftsjahr 2025/26 setzten ihre 56 Shops 18,7 Millionen Euro um, und die Gesellschaft stellte dem Verein 4 Millionen Euro zur Verfügung. Oxfam Deutschland trägt das DZI-Spendensiegel, und 79 % seiner Ausgaben 2025/26 flossen in Projekte und Kampagnen.

Es gibt Mixshops, Fashionshops und Buchshops, meist in größeren Städten. Spenden müssen sauber und unbeschädigt sein, Kleidung wird wegen knapper Lagerfläche nur passend zur Jahreszeit angenommen, und größere Mengen sollte man vorher im Shop anmelden. Unverkauftes geht an lokale Sozialkaufhäuser, andere gemeinnützige Organisationen oder Textilverwerter aus dem Dachverband FairWertung.

Stärken

  • Jeder Kauf und jede Spende finanziert die Entwicklungs- und Nothilfearbeit von Oxfam, und die Shop-Gesellschaft legt jedes Jahr ihre Zahlen offen.
  • Ehrenamtliche übernehmen den Großteil von Sortieren und Verkauf, das hält die Kosten niedrig und lässt einen Überschuss für den Verein.
  • Unverkaufte Ware geht an Sozialkaufhäuser oder FairWertung-Partner, statt weggeworfen zu werden.

Schwächen

  • 56 Shops für ganz Deutschland, meist in größeren Städten, und kein Onlineshop für Secondhand-Ware.
  • Kleidung wird nur zur passenden Jahreszeit und in kleinen Mengen angenommen, sodass das Ausmisten eines Kleiderschranks mehrere Wege kosten kann.
  • Die Auswahl an Größen und Titeln hängt von den Spenden ab, wie in jedem Secondhand-Laden.

Für wen

Käufer und Spender in deutschen Städten mit Oxfam Shop, die gebrauchte Kleidung und Bücher suchen und das Geld einer Hilfsorganisation zugutekommen lassen wollen, und Menschen, die ein paar Stunden pro Woche ehrenamtlich mitarbeiten möchten.

  • Netzwerk der Ressourceries

    Ressourceries und Recycleries sind lokale Secondhand-Läden in Frankreich, meist von Vereinen betrieben, die nicht mehr gewollte Gegenstände sammeln, prüfen, reinigen und reparieren und dann günstig…

  • Reuse Network (früher Furniture Re-use Network)

    Reuse Network, bis 2018 Furniture Re-use Network, ist der britische Dachverband gemeinnütziger Vereine und Sozialunternehmen, die gespendete Möbel und Haushaltsgeräte annehmen und günstig an…

  • Envie

    Envie ist ein französisches Netz von Integrationsbetrieben, die gebrauchte Haushaltsgeräte sammeln, reparieren und mit zwei Jahren Garantie wieder verkaufen, gültig in allen Läden des Netzes. Der…

  • Label Emmaüs

    Label Emmaüs ist der Onlineshop der Emmaüs-Bewegung und anderer Organisationen der Sozial- und Solidarwirtschaft in Frankreich. Rund 180 Solidarläden verkaufen dort gebrauchte Bücher, Kleidung, Möbel…

  • Sozialläden (Netzwerk ANDES)

    Sozialläden (épiceries solidaires) verkaufen Lebensmittel, frische Produkte und Hygieneartikel an Haushalte mit geringem Einkommen zu 10 bis 30 % des üblichen Preises. Man sucht im Regal aus und…