Nightjet

Alternative zu Kurzstreckenflügen und Billigairlines zwischen europäischen Städten

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Beschreibung

Nightjet ist die Nachtzugmarke der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), mit Zügen ab Wien, München, Zürich und anderen Städten zu mehr als 25 europäischen Zielen, darunter Hamburg, Berlin, Amsterdam, Brüssel, Rom und Venedig. Er ist eine Alternative zu Kurzstreckenflügen: Man schläft an Bord und kommt morgens im Stadtzentrum an.

Die ÖBB starteten ihn im Dezember 2016, als die Deutsche Bahn ihre eigenen Nachtzüge aufgab, und 2024 fuhren 1,5 Millionen Fahrgäste mit den ÖBB-Nachtzügen. Bahnen in Kroatien, Ungarn, Polen und Tschechien betreiben Partnerzüge unter dem Nightjet-Label. Es gibt drei Kategorien: Sitzplätze, Liegewagen mit Bettwäsche und Frühstück sowie Schlafwagenabteile. Seit Dezember 2023 fahren neue Siemens-Züge mit abschließbaren Einzel-„Mini Cabins“ auf Strecken wie Wien–Hamburg, Wien–Rom, Wien–Amsterdam und Zürich–Hamburg; 2025 kürzten die ÖBB die Bestellung auf insgesamt 24 Züge.

Die Preise richten sich nach der Nachfrage. Für Hamburg–Wien nennt der ADAC Startpreise von 34,90 € im Sitzwagen, 54,90 € im Liegewagen und 89,90 € im Schlafwagen (Stand November 2026); sie steigen, sobald die günstigen Kontingente verkauft sind. Buchen kann man bis 360 Tage im Voraus. Die Züge nach Paris endeten im Dezember 2025, nachdem der französische Staat seine Förderung gestrichen hatte, Berlin–Brüssel im März 2025. Mehrere Verbindungen nach Italien fallen 2027 wegen Bauarbeiten wochen- oder monatelang aus.

Stärken

  • Eine Nacht an Bord ersetzt einen Flug samt Flughafentransfer, von Stadtmitte zu Stadtmitte.
  • Sitzplätze ab rund 35 € und Liegeplätze ab rund 55 € auf Strecken wie Hamburg–Wien, bei früher Buchung.
  • Die neuen Züge haben abschließbare Mini Cabins für Alleinreisende, die kein Abteil teilen wollen.

Schwächen

  • Die günstigen Kontingente sind schnell weg, und ein spät gebuchter Schlafwagen kann mehr kosten als ein Flug.
  • Verspätungen, Ausfälle und Sitzwagen statt Liegewagen wurden gemeldet, vor allem 2023 und 2024.
  • Das Netz schrumpft auch: Paris und Berlin–Brüssel wurden 2025 gestrichen.

Für wen

Reisende in Europa zwischen Städten im Netz, die sonst fliegen würden, Wochen im Voraus buchen können und mit dem Risiko von Verspätungen leben.

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