Incredible Edible / Essbare Stadt

Alternative dazu, jedes Gemüse im Supermarkt zu kaufen, und zu rein dekorativer öffentlicher Bepflanzung

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Beschreibung

Incredible Edible ist eine Bewegung lokaler Gruppen, die Gemüse, Obst und Kräuter im öffentlichen Raum anbauen, zum kostenlosen Ernten für alle. Sie begann 2008 in Todmorden in Nordengland.

Pam Warhurst, Mary Clear und andere Einwohner fingen dort an zu pflanzen, und die Idee verbreitete sich. Das britische Netzwerk zählt mehr als 120 Gruppen, weltweit sind es mehr als 700. Es ist ein Verbund unabhängiger Gruppen, mit einem kleinen zentralen Team in Form einer Community Interest Company (einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft), das sie unterstützt und vernetzt. In Frankreich begann die Bewegung 2010 im Elsass als Incroyables Comestibles, und ein 2013 gegründeter gemeinnütziger Dachverein unterstützt die Gruppen und schützt Name und Charta.

Jeder kann eine Gruppe gründen: Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag, man braucht keine Erlaubnis, und die Anmeldung beim Netzwerk ist freiwillig. Das Netzwerk rät, ein paar Leute zu finden, etwas Sichtbares anzubauen, sich mit Gruppen vor Ort zu vernetzen und die Ernte mit allen zu teilen, die vorbeikommen. Eine Studie von 2019 über Todmorden in Landscape and Urban Planning kam zu dem Ergebnis, dass das Projekt das Wohlbefinden in der Stadt verbessert hat, stellte aber auch Zynismus und Widerstand bei manchen Einwohnern fest.

Stärken

  • Eine Gruppe zu gründen kostet nichts und braucht nur ein paar Nachbarn und ein sichtbares Stück Boden.
  • Öffentliche Beete bringen Menschen über Essen zusammen und zeigen Kindern, woher Gemüse kommt.
  • Eine Studie über Todmorden fand soziale, ökologische und wirtschaftliche Vorteile für die Stadt.

Schwächen

  • Die Beete liefern nur einen kleinen Teil der Lebensmittel einer Stadt, wie Kritiker des Projekts in Todmorden betonen.
  • Studien nennen Probleme bei der Pflege und das Gefühl in Teilen der Stadt, das Projekt sei nicht für alle.
  • Es gibt keine Zahlen zu Ernten, und der französische Verein nennt keine Zahl seiner Gruppen.

Für wen

Bewohner, Schulen und Vereine, die mit Nachbarn in ihrer Straße oder ihrem Dorf Essbares anbauen wollen, und Gemeinden, die offen für essbare öffentliche Bepflanzung sind.

  • nebenan.de

    nebenan.de ist ein deutsches Nachbarschaftsnetzwerk, in dem nur verifizierte Bewohner desselben Viertels die Beiträge der anderen sehen: Sie verleihen Werkzeug, verschenken Dinge, bitten um Hilfe…

  • Repair Café

    Ein Repair Café ist ein kostenloses Treffen, bei dem Ehrenamtliche helfen, kaputte Dinge selbst zu reparieren: Toaster, Lampen, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug, Laptops. Es ist eine Alternative dazu…

  • BZfE-Saisonkalender

    Der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) zeigt kostenlos als App und als Poster, wann welches Obst und Gemüse in Deutschland geerntet wird und wann es importiert wird.

  • foodsharing.de

    foodsharing.de ist eine kostenlose, werbefreie Plattform von Ehrenamtlichen in Deutschland, die überschüssige Lebensmittel bei Läden, Bäckereien und Restaurants abholen und geldfrei an alle verteilen…

  • Pl@ntNet

    Pl@ntNet ist eine kostenlose App und Website, die eine Pflanze anhand eines Fotos von Blüte, Blatt, Frucht oder Rinde bestimmt. Sie stammt von französischen öffentlichen Forschungsinstituten, und…