Beschreibung
Good On You bewertet Modemarken nach ihrer Wirkung auf Menschen, Umwelt und Tiere, auf einer fünfstufigen Skala von „We avoid“ (meiden) bis „Great“ (sehr gut). Website und kostenlose App für iOS und Android decken mehr als 7.000 Marken ab und schlagen besser bewertete Marken vor, die der gesuchten ähneln.
Der Verbraucherschützer Gordon Renouf und Sandra Capponi gründeten das Unternehmen 2015 in Australien, nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza. Die Analysten prüfen bis zu 1.000 Datenpunkte zu rund 100 Themen, etwa existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Klima, Chemikalien, Abfall, Haltbarkeit und tierische Materialien, und gewichten die drei Bereiche gleich. Sie nutzen nur öffentliche Informationen: Berichte der Marken, Zertifikate wie Fairtrade oder Cradle to Cradle, Klimadaten von CDP und Recherchen von NGOs. Was eine Marke nicht offenlegt, zählt null. Große Marken werden jedes Jahr überprüft, kleinere alle 18 Monate.
Good On You versteht sich als Unternehmen mit sozialer Wirkung. Es verdient Geld mit dem Verkauf seiner Bewertungsdaten an Händler und Tech-Firmen wie Klarna, Farfetch und YOOX Net-a-Porter, mit gekennzeichneten gesponserten Inhalten und mit Affiliate-Links, die es nach eigenen Angaben nur für Marken mit „Good“ oder „Great“ nutzt.
Stärken
- Ein schneller, kostenloser Check vor dem Kauf, mit kurzer Erklärung jeder Bewertung.
- Eine veröffentlichte Methode mit den genutzten Quellen.
- Vorschläge für besser bewertete Alternativen.
Schwächen
- Beruht nur auf dem, was Marken veröffentlichen, deshalb schneidet eine kleine Marke, die wenig berichtet, schlecht ab.
- Verdient an Affiliate-Links, gesponserten Inhalten und dem Verkauf von Daten an Händler.
- Fast-Fashion-Marken können dank öffentlicher Zusagen die mittlere Stufe „It’s a start“ erreichen.
Für wen
Alle, die neue Kleidung kaufen und die schlechtesten Marken meiden wollen.



