Beschreibung
Die GLS Bank ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Bochum, die nur Projekte mit sozialem oder ökologischem Zweck finanziert: erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft und Ernährung, Wohnprojekte, Schulen und Kultur, Gesundheit und Pflege sowie nachhaltige Unternehmen. Vier Anthroposophen gründeten sie am 11. März 1974, um eine Waldorfschule zu finanzieren.
Ende 2025 hatte sie 153.960 Mitglieder, 388.217 Kundinnen und Kunden und eine Bilanzsumme von 11,6 Milliarden Euro, davon 6,2 Milliarden als Kredite an Kunden. Jedes Quartal veröffentlicht sie die vergebenen Kredite und ihre eigenen Geldanlagen. Ihre Ausschlusskriterien schließen Kohle, Öl und Gas, Atomkraft, Waffen, Massentierhaltung, Gentechnik in der Landwirtschaft, synthetische Pestizide sowie Verstöße gegen Menschen- und Arbeitsrechte aus, meist mit einer Umsatzschwelle von 0 % und nie über 5 %. 2025 belegte sie im Fair Finance Guide Deutschland den ersten Platz bei Transparenz und Klimaschutz.
Mitglieder zeichnen Anteile zu 100 €, ab 28 Jahren mindestens fünf (500 €), mit fünf Jahren Kündigungsfrist; für 2025 gab es 2 % Dividende. Ein Girokonto kostet 3,80 € im Monat plus 5 € „GLS-Beitrag“, ab 28 Jahren also 8,80 € insgesamt, und von 18 bis 27 Jahren 1 € im Monat (Stand November 2026). Es gibt sieben Standorte, das meiste läuft online. Ende 2025 kündigte die Bank die Konten mehrerer linker Gruppen ohne Angabe von Gründen und verwies auf regulatorische Vorgaben.
Stärken
- Strenge Ausschlusskriterien: keine fossilen Energien, keine Atomkraft, keine Waffen, keine Massentierhaltung.
- Kredite werden jedes Quartal veröffentlicht, sodass Kunden sehen, was ihr Geld finanziert.
- Eine Genossenschaft mit rund 154.000 Mitgliedern, die in der Generalversammlung abstimmen.
Schwächen
- 8,80 € im Monat für ein Girokonto ab 28 Jahren, deutlich mehr als bei kostenlosen Direktbanken.
- Nur sieben Standorte, das meiste läuft online.
- Die Mitgliedschaft verlangt mindestens 500 € in Anteilen, fünf Jahre gebunden.
Für wen
Menschen in Deutschland, die wollen, dass ihr Geld für die Energiewende und soziale Projekte arbeitet.



