Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands

Alternative zu Vergleichsportalen wie Check24 und Verivox, die nur Krankenkassen zeigen, die sie bezahlen

Bildschirmfoto von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (1 von 4)Website von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands öffnen (neuer Tab)
  • Bildschirmfoto von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (1 von 4)
  • Bildschirmfoto von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (2 von 4)
  • Bildschirmfoto von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (3 von 4)
  • Bildschirmfoto von Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (4 von 4)

Beschreibung

Die Krankenkassenliste ist die offizielle Übersicht der gesetzlichen Krankenkassen und ihrer Zusatzbeiträge, herausgegeben von ihrem Dachverband, dem GKV-Spitzenverband. Sie zeigt jede Kasse mit ihrem Satz, kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Werbeanruf danach.

Der GKV-Spitzenverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin, der alle gesetzlichen Kassen angehören, und § 242 Abs. 5 SGB V verpflichtet ihn, diese Übersicht zu veröffentlichen und aktuell zu halten. Die Kassen melden ihre Sätze elektronisch; die Liste zeigt den tagesaktuell gültigen Satz und eine geplante Änderung erst ab ihrem Stichtag. Am 5. November 2026 standen dort 92 Kassen, jeweils mit Zusatzbeitrag, den Bundesländern, in denen sie geöffnet sind (oder „bundesweit“), und einem Link zur eigenen Website. Ein Filter blendet betriebsbezogene Kassen ein oder aus.

Alle Mitglieder zahlen den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % des Bruttolohns, die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber, plus den Zusatzbeitrag ihrer Kasse. Das Bundesgesundheitsministerium hat den Durchschnitt für 2026 und erneut für 2027 auf 2,9 % festgelegt; allein auf der ersten Seite der Liste reichten die Sätze von 2,60 % bis 3,79 %. Seit 2021 braucht ein Wechsel keine Kündigung mehr: Man beantragt die Mitgliedschaft bei der neuen Kasse nach zwölf Monaten oder sofort, wenn die eigene Kasse ihren Zusatzbeitrag erhöht.

Stärken

  • Alle gesetzlichen Kassen sind per Gesetz enthalten, auch die, die Vergleichsportalen nichts zahlen.
  • Tagesaktuelle Sätze, von den Kassen selbst gemeldet, mit Filter nach Bundesland.
  • Kostenlos, ohne Konto, ohne Kontaktdaten und ohne gekaufte Rangfolge.

Schwächen

  • Sie vergleicht nur den Preis: Zusatzleistungen, Service und Bonusprogramme fehlen, obwohl die Seite selbst sagt, dass sie zählen.
  • Für ihre Zahlen sind die Kassen selbst verantwortlich, ein Fehler oder eine verspätete Meldung erscheint so, wie sie geschickt wurde.
  • Sie gilt nur für die gesetzliche Versicherung, Tarife der privaten Krankenversicherung (PKV) stehen nicht darin.

Für wen

Beschäftigte, Studierende und Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung, die prüfen wollen, ob der Zusatzbeitrag ihrer Kasse hoch ist, besonders nach einer Erhöhung.

  • MoneyHelper-Ratgeber zur privaten Krankenversicherung

    „Is private health insurance worth it?“ ist ein kostenloser Ratgeber von MoneyHelper, dem Geldratgeber des britischen Money and Pensions Service. Er hilft bei der Frage, ob man überhaupt eine private…

  • GLS Bank

    Die GLS Bank ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Bochum, die nur Projekte mit sozialem oder ökologischem Zweck finanziert: erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft und Ernährung…

  • La Nef

    La Nef ist eine französische Genossenschaftsbank, die nur Projekte mit sozialem, ökologischem oder kulturellem Zweck finanziert, etwa Biohöfe, erneuerbare Energien, gemeinschaftliches Wohnen und…

  • Complémentaire santé solidaire (C2S)

    Die Complémentaire santé solidaire (C2S) ist die öffentliche Zusatzkrankenversicherung Frankreichs für Menschen mit geringem Einkommen. Sie zahlt, was die gesetzliche Krankenversicherung (Assurance…

  • Gesundheitsinformation.de

    Gesundheitsinformation.de ist die Gesundheitsseite des IQWiG, des deutschen Instituts, das Nutzen und Schaden medizinischer Behandlungen bewertet. Sie erklärt Krankheiten, Untersuchungen und…