Beschreibung
foodsharing.de ist eine kostenlose, werbefreie Plattform von Ehrenamtlichen in Deutschland, die überschüssige Lebensmittel bei Läden, Bäckereien und Restaurants abholen und geldfrei an alle verteilen, die sie wollen, nachdem karitative Organisationen genommen haben, was sie brauchen.
Die Plattform ging am 12.12.2012 online, nach einem Buch und einem Kinofilm über Lebensmittelverschwendung und ersten Abholungen bei Supermärkten. Betreiber ist der foodsharing e.V., ein eingetragener Verein in Köln, und alles beruht auf ehrenamtlichem, gemeinnützigem Engagement; die Seite verspricht, kostenlos, nicht kommerziell und werbefrei zu bleiben. Foodsaver kooperieren über Ortsgruppen mit Betrieben, halten sich an einen Hygiene-Ratgeber und Grundsätze, und auch Privatleute können über die Plattform Lebensmittel teilen. foodsharing lässt mildtätigen Organisationen den Vortritt und versteht sich als „letzte Bastion vor der Mülltonne“.
Über das Retten hinaus macht der Verein Politik: Er fordert einen gesetzlichen Wegwerf-Stopp für Supermärkte wie in anderen EU-Ländern, Rechtssicherheit für Lebensmittelretter und ein überarbeitetes MHD. Er veranstaltet Workshops, Kochevents und Vorträge und arbeitet mit Repair-Cafés, Tauschläden und Urban-Gardening-Gruppen zusammen. Die Anmeldung ist kostenlos; wer Foodsaver werden will, lernt zuerst die Regeln.
Stärken
- Lebensmittel werden kostenlos und geldfrei geteilt, und karitative Organisationen haben Vorrang.
- Alles läuft ehrenamtlich in einem eingetragenen Verein, ohne Werbung und ohne kommerzielles Interesse.
- Ortsgruppen holen direkt bei Bäckereien, Läden und Restaurants ab, sodass Essen, das am selben Tag im Müll gelandet wäre, gegessen wird.
Schwächen
- Die Abholungen hängen von Ehrenamtlichen und kooperationsbereiten Betrieben ab, das Angebot schwankt also stark von Ort zu Ort.
- Foodsaver zu werden braucht Zeit: Regeln und Hygiene-Ratgeber müssen zuerst gelernt werden.
- Der Verein sagt selbst, dass die Verschwendung in Deutschland in zehn Jahren kaum gesunken ist, und seine politischen Forderungen sind nicht Gesetz.
Für wen
Menschen in Deutschland, die in ihrer Stadt Lebensmittel retten wollen, als Ehrenamtliche oder durch Abholen geteilter Lebensmittel, und Betriebe, die Überschüsse lieber abgeben als wegwerfen.



