Sozialläden (Netzwerk ANDES)

Alternative zu Lebensmittelpaketen für Haushalte mit kleinem Einkommen, die ihren Einkauf selbst wählen wollen

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Beschreibung

Sozialläden (épiceries solidaires) verkaufen Lebensmittel, frische Produkte und Hygieneartikel an Haushalte mit geringem Einkommen zu 10 bis 30 % des üblichen Preises. Man sucht im Regal aus und zahlt an der Kasse wie in jedem Laden, statt ein Lebensmittelpaket zu bekommen.

ANDES, das 2000 gegründete nationale Netz und Teil der Groupe SOS, vereint mehr als 630 dieser Läden, zu 70 % von Vereinen und zu 30 % von Kommunen getragen. Sie versorgen rund 250.000 Menschen im Jahr, fast die Hälfte unter 25, mit mehr als 11.000 Ehrenamtlichen und 1.500 Beschäftigten. Zuschüsse decken rund 69 % ihrer Budgets, und gespendete Lebensmittel machen etwa ein Drittel des Angebots aus. ANDES betreibt außerdem sechs Integrationsbetriebe, etwa auf dem Großmarkt Rungis, die frisches Obst und Gemüse liefern.

Der Zugang läuft über eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter, oft mit einer monatlichen Kommission, die Einnahmen und Ausgaben prüft, meist für 3 bis 9 Monate, verlängerbar. Die Läden helfen auch bei der Haushaltsplanung und bieten Kurse an, etwa zum Kochen. Manche sind mobil oder nur für Studierende, und „gemischte“ Läden stehen allen offen, wobei Kundinnen und Kunden ohne Zuweisung den vollen Preis zahlen.

Stärken

  • Einkaufen zu einem Bruchteil des Preises, auch frische Lebensmittel.
  • Man wählt die Produkte selbst aus.
  • Hilfe bei der Haushaltsplanung und Kurse, nicht nur Lebensmittel.

Schwächen

  • Man kann nicht einfach hingehen, eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter muss einen schicken.
  • Der Zugang ist zeitlich begrenzt, meist 3 bis 9 Monate.
  • Die Kriterien unterscheiden sich von Laden zu Laden.

Für wen

Haushalte in Frankreich mit kleinem Einkommen, bei denen das Geld für Lebensmittel nach Miete und Rechnungen nicht mehr reicht.

  • AMAP (Gemüsekisten vom Hof)

    Eine AMAP (association pour le maintien d’une agriculture paysanne) ist eine Gruppe von Haushalten in Frankreich, die einem nahen Hof einen Teil seiner Ernte für eine Saison im Voraus abkauft und…

  • MIRAMAP (AMAP)

    MIRAMAP ist das landesweite Netzwerk der französischen AMAP (associations pour le maintien d’une agriculture paysanne), Gruppen von Verbrauchern, die mit einem Hof in der Nähe einen Vertrag schließen…

  • Oxfam Shops

    Oxfam Shops sind Secondhand-Läden in Deutschland, die Oxfam mit rund 4.000 Ehrenamtlichen betreibt und in denen gespendete Kleidung, Bücher, Musik, Filme und Haushaltswaren verkauft werden. Ihre…

  • VRAC (Bio-Sammelbestellungen)

    VRAC organisiert Sammelbestellungen von Bio-, Fairtrade- und regionalen Lebensmitteln in einkommensschwachen Vierteln Frankreichs und verkauft sie zum Selbstkostenpreis. Die Mitglieder bestellen und…

  • Les Frigos Solidaires (Fairteiler-Kühlschränke)

    Les Frigos Solidaires ist ein französischer Verein, der Kühlschränke zur Selbstbedienung vor Geschäften, Vereinen, Hochschulen, Schulen und Firmen aufstellt: Jeder kann dort Lebensmittel hinstellen…