Énergie Partagée

Alternative zu Geldanlagen, die große Energiekonzerne und undurchsichtige Fonds finanzieren

Bildschirmfoto von Énergie Partagée (1 von 4)Website von Énergie Partagée öffnen (neuer Tab)
  • Bildschirmfoto von Énergie Partagée (1 von 4)
  • Bildschirmfoto von Énergie Partagée (2 von 4)
  • Bildschirmfoto von Énergie Partagée (3 von 4)
  • Bildschirmfoto von Énergie Partagée (4 von 4)

Beschreibung

Über Énergie Partagée können Sparer in Frankreich in Windparks, Solardächer, kleine Wasserkraftwerke, Holzheizwerke und Biogasanlagen investieren, die Anwohnern und Kommunen gehören und von ihnen betrieben werden. Es ist zugleich eine 2010 entstandene Bewegung und eine Beteiligungsgesellschaft, Énergie Partagée Investissement, die Anteile an solchen Projekten kauft.

Mehr als 7.700 Bürgerinnen und Bürger halten Aktien, und bis März 2025 hatte die Gesellschaft rund 52,7 Millionen Euro in mehr als 200 Projekte gesteckt. Geld bekommt nur ein Projekt mit dem Label Énergie Partagée: Anwohner, Kommunen oder die Bewegung müssen die Betreibergesellschaft kontrollieren, die Kapitalrendite ist begrenzt, und Entscheidungen werden demokratisch getroffen. Die Gesellschaft ist als solidarisches Unternehmen (ESUS) anerkannt, trägt das Finansol-Label, und ein gewählter Aufsichtsrat aus Aktionären prüft die Bücher.

Seit der Hauptversammlung im November 2025 kostet eine Aktie 129 €, plus 3 % Ausgabeaufschlag (mindestens 5 €), ohne Depot- oder Rücknahmegebühren. Ihr Wert stieg von 100 € bis 2016 auf 129 € im Jahr 2025, seit 2019 im Schnitt etwa 3,3 % pro Jahr, und seit 2023 werden kleine Dividenden gezahlt (1,20 € je Aktie 2025). Die Aktien sind nicht börsennotiert, das Kapital ist nicht garantiert. Zurückgeben kann man sie einmal im Jahr, das Geld kommt nach sechs bis achtzehn Monaten; empfohlen wird eine Anlagedauer von zehn Jahren.

Stärken

  • Eine Aktie für 129 € plus Gebühren reicht, um mitzumachen.
  • Das Geld fließt nur in Projekte, die Anwohner und Kommunen kontrollieren, mit begrenzter Rendite.
  • Der Aktienpreis ist seit 2017 jedes Jahr gestiegen, und seit 2023 gibt es Dividenden.

Schwächen

  • Das Geld kann ganz oder teilweise verloren gehen, das Kapital ist nicht garantiert.
  • Bis das Geld zurückkommt, dauert es sechs bis achtzehn Monate, und zurückgeben kann man nur einmal im Jahr.
  • 3 % Ausgabeaufschlag und keine Steuervorteile außerhalb eines PEA-Depots.

Für wen

Sparer in Frankreich mit Geld, das sie etwa zehn Jahre nicht brauchen, und die damit erneuerbare Energie in ihrer Nähe aufbauen wollen.

  • Enercoop

    Enercoop ist ein französisches Netz von Genossenschaften, das erneuerbaren Strom direkt bei unabhängigen Erzeugern von Wind-, Wasser-, Solar- und Biomassestrom einkauft, statt Herkunftsnachweise…

  • EWS Elektrizitätswerke Schönau

    Die EWS Schönau sind eine Energiegenossenschaft aus einer kleinen Stadt im Schwarzwald, die bundesweit Ökostrom und Gas mit Biogasanteil liefert. Sie gingen aus einer Elterninitiative hervor, die…

  • ADEME: Tipps zum Sparen von Energie, Wasser und Geld

    Die Rubrik „Économiser“ der ADEME, der französischen Agentur für den ökologischen Wandel, bündelt kostenlose Ratgeber, um weniger für Strom, Heizung, Sprit, Wasser und Alltagseinkäufe auszugeben…

  • Energievergleich des Médiateur de l’énergie

    Der Vergleichsrechner Energie-Info ist das offizielle Vergleichsportal des französischen Energie-Ombudsmanns (médiateur national de l’énergie). Er listet die Strom- und Gasangebote aller Versorger…

  • ACORN

    ACORN ist eine Mieter- und Nachbarschaftsgewerkschaft in England und Wales, deren Mitglieder gemeinsam gegen schlechte Vermieter vorgehen, um Reparaturen, zurückgehaltene Kautionen und gestoppte…