Beschreibung
Der Deutsche Mieterbund (DMB) ist die Dachorganisation von mehr als 300 örtlichen Mietervereinen in Deutschland. Mitglieder eines Mietervereins bekommen persönliche Rechtsberatung zu Mieterhöhungen, Betriebskostenabrechnungen, Kaution, Reparaturen, Mietminderung und Kündigung, und der Verein schreibt für sie an Vermieter.
Den DMB gibt es seit mehr als hundert Jahren. Die örtlichen Vereine sind rechtlich eigenständig und in 15 Landesverbänden organisiert, mit mehr als 500 Beratungsstellen, rund 1.300 hauptberuflichen und 2.500 ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Etwa 1,25 Millionen Haushalte sind Mitglied, rund 3 Millionen Mieterinnen und Mieter. Finanziert wird die Arbeit allein aus Mitgliedsbeiträgen, ohne öffentliche Förderung. Auf Bundesebene setzt sich der DMB im Mietrecht ein, etwa für eine schärfere, bußgeldbewehrte Mietpreisbremse.
Die Beiträge legt jeder Verein selbst fest. In Berlin kostet die Mitgliedschaft 132 € im Jahr, bei geringem Einkommen 78 €, plus 7,50 € Aufnahmegebühr, für mindestens 24 Monate (Stand November 2026). Die meisten Vereine schließen eine Prozesskostenversicherung über den 1983 gegründeten DMB-eigenen Versicherer ein; in Berlin deckt sie Streitfälle, die nach einer Wartezeit von drei Monaten entstehen. Individuell beraten darf nach deutschem Recht nur Mitglieder, aber die DMB-Website bietet allen kostenlose Informationen und einen Betriebskostencheck.
Stärken
- Beratung durch Anwältinnen und Anwälte und Schreiben an den Vermieter durch den Verein, für einen Jahresbeitrag.
- Prozesskosten sind meist über eine in der Mitgliedschaft enthaltene Versicherung abgedeckt.
- Mitglieder können ihre jährliche Betriebskostenabrechnung prüfen lassen, und ein kostenloser Onlinecheck vergleicht die Kosten mit dem Bundesdurchschnitt.
Schwächen
- Mitglieder binden sich für eine Mindestdauer, in Berlin 24 Monate, und der Rechtsschutz greift erst nach einer Wartezeit.
- Beiträge, Leistungen und Qualität unterscheiden sich von Verein zu Verein.
- Die Versicherung deckt nur Prozesskosten, nicht selbst beauftragte Anwälte.
Für wen
Mieterinnen und Mieter in Deutschland, besonders vor der Unterschrift unter einen Mietvertrag, nach einer Mieterhöhung oder wenn eine Betriebskostenabrechnung falsch aussieht.



